Tassel-necklace and bracelet

Heute - ich geb’s ja zu - handelt es sich wohl um ein echtes blingbling-Posting. So total girliemäßig, ohne irgendwen jetzt in irgendeine Schublade stecken zu wollen. Aber ich habe da schon vor Monaten so schöne Yoga-Quasten-Ketten gesehen à la 70 Euro aufwärts und das ist wirklich nicht drin. Die wurden vermutlich dreimal in hoch energetisiertem Wasser gebadet und mit Shukra-Shukra oder Mala-Mala geheiligt und die Perlen - aka Steine mit heilenden Kräften - kommen ganz bestimmt vom Himalaya. So eine Kette würde mir doch glatt mein mieses Karma aufpolieren. Aber Leute, ich sag’s euch, das hab ich doch gar nicht nötig. Also nichts wie ins nächste schnöde Perlengeschäft und so eine Designer-Yoga-Kette mal schnell selbstgemacht. Total entspannend ist das nämlich auch. Ich frag mich dann aber trotzdem immer, wer sich so ein Ding überhaupt umhängt, weil beim Yoga stört das schon eher - oder?


Apropos Karma, ich kann euch da auch ein super lustiges Buch empfehlen, ist zwar schon ein paar Jahre alt, aber das hat mir damals mehr als positive Energie verpasst. Und zwar „Mieses Karma“ von David Safier. Kennt ihr das Buch? Fandet ihr das auch so witzig? Normalerweise steh ich ja eher auf tiefgreifende, ernsthafte und sagen wir mal nicht so triviale Literatur, aber das Buch gibt einem wirklich ein gutes Gefühl. Und dafür muss man nicht mal Yoga machen, sondern kann gemütlich auf der Couch rumlümmeln. Auch das ist eher etwas, was ich für gewöhnlich auf die Winterzeit verlege, aber mal im Ernst - der Frühling versucht wohl auch grad mieses Karma zu sammeln, weil er doch ziemlich mit Abwesenheit glänzt.

Glänzen und glitzern tun auch meine schönen Ketten hier (uhhhh, was für ein Übergang…) und ich habe schon richtig lange keine Perlen mehr gefädelt. Früher als Kind hab ich das gerne gemacht, aber irgendwann war mir das Perlenbasteln dann doch zu Oldschool. Da Quasten aber momentan total angesagt sind, dachte ich mir, ich probier’s mal wieder. Und siehe da: es hat voll viel Spaß gemacht. Zu einem schönen und eher schlichten Sommerkleid kann ich mir den Schmuck richtig gut vorstellen. Oder zu T-Shirt und Jeans. Jedenfalls eher zu etwas legerem und einem lockeren Look, sonst wirkt es echt zu blingbling und irgendwie tussig. Und das ist ja auch nichts so meins. Meistens ;-)

Nachdem ich übrigens seit mittlerweile einigen Jahren regelmäßig Yoga mache und ich diese Sportart in der Tat für seine entspannende und ausgleichende Wirkung liebe, hat mir meine Mama mal so ein Yogabuch für daheim geschenkt. Wisst ihr wie es heißt? „Yoga für Schlappschwänze“. Echt schmeichelhaft oder? Aber der humoristische Aspekt zeigt mir, dass man sich ja nicht zu ernst nehmen sollte. Dabei kenn ich mich mittlerweile echt gut aus. Nicht nur in Bezug auf den Sport, sondern auch auf die Theorie und Philosophie dahinter. Durch mein Studium habe ich mehrfach Seminare zu den Yogasutren und Patanjali gehabt. Die indische Philosophie wird in unseren Breitengraden nach wie vor eher negiert und ignoriert, dabei ist sie spannend, lehrreich und absolut interessant - nicht nur für Yogis und Yogabegeisterte. Sie zeigt den Weg zu einem gelasseneren und offeneren Leben. Und das meine ich jetzt ganz unspirituel und völlig pragmatisch. Klar, in Europa haftet dem ganzen ein schräger spiritueller Ruf an, aber ich denke jeder Text ermöglicht es einem, sich bestimmte Aspekte für sich selbst herauszuziehen und anzuwenden. So wohl auch beim Yoga für Schlappschwänze. Da geht man dann mal nicht in den nächsten Yogakurs, sondern bastelt sich halt ein paar Yogaketten. In diesem Sinne: Oooooooooooom.

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